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Istanbul: Abgesetzter Bürgermeister Imamoglu weist Spionagevorwurf vor Gericht zurück

Der abgesetzte Bürgermeister von Istanbul, Imamoglu, hat am Montag vor Gericht den Spionagevorwurf zurückgewiesen. Wie Deutschlandfunk berichtet, sieht er die Anklage als politisch motiviert an.

Istanbul: Abgesetzter Bürgermeister Imamoglu weist Spionagevorwurf vor Gericht zurück
Bild: api.mtvuutiset.fi

Imamoglu, der seit seiner Absetzung im Jahr 2021 im Fokus der türkischen Justiz steht, trat am Montag vor das Gericht in Istanbul. Er bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet und als Teil einer politischen Kampagne gegen ihn und seine Partei, die Republikanische Volkspartei (CHP).

„Diese Anklage ist nicht nur gegen mich gerichtet, sondern gegen die Demokratie in der Türkei“, erklärte Imamoglu während seiner Verteidigung. Er betonte, dass die Vorwürfe keinen substantiellen Beweis hätten und lediglich darauf abzielen würden, ihn zum Schweigen zu bringen.

Hintergrund der Anklage sind Ermittlungen, die im Zusammenhang mit den Aktivitäten der CHP stehen. Imamoglu war im Jahr 2019 zum Bürgermeister gewählt worden und hatte sich seither als prominente Stimme der Opposition etabliert. Seine Absetzung wurde von vielen als politisch motiviert angesehen.

Die Verhandlung wird von zahlreichen Unterstützern und Medien verfolgt, die die Bedeutung des Falls für die türkische Politik hervorheben. Imamoglu könnte bei einer Verurteilung mit einer Haftstrafe rechnen, was die politische Landschaft in der Türkei weiter destabilisieren könnte.