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Israel und Libanon: Gespräche in Rom über Sicherheitsabkommen

Israelische und libanesische Regierungsvertreter treffen sich in Rom zu direkten Gesprächen über die Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Dabei steht auch das Tunnelsystem der Hisbollah im Fokus.

Israel und Libanon: Gespräche in Rom über Sicherheitsabkommen
Bild: zdfheute.de

Israelische und libanesische Regierungsvertreter treffen sich in Rom zu direkten Gesprächen über die Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Dabei steht auch das Tunnelsystem der Hisbollah im Fokus.

Die Gespräche in der italienischen Hauptstadt sind Teil einer Reihe direkter politischer Kontakte, die seit Mitte April erstmals seit Jahrzehnten stattfinden. Vermittelt werden sie von den USA, die Hisbollah nimmt nicht teil. Diplomatische Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten bestehen nicht.

Nach Angaben libanesischer Regierungskreise soll das unterirdische Tunnelsystem der Hisbollah ein zentrales Thema sein. Das Netzwerk umfasst nach Einschätzung von Experten Kommandozentren, Waffenlager und Abschusspositionen. Der Libanon-Experte Nicolas Blanford vom Atlantic Council in Washington bezeichnete die Tunnel als „äußerst wichtigen“ Bestandteil der militärischen Infrastruktur der Hisbollah.

Erst am Wochenende hat das israelische Militär nach libanesischen Berichten eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe im Juni durchgeführt. In mehreren Orten habe es Sprengungen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. UN-Menschenrechtskommissar Türk fordert Israels sofortigen Abzug aus dem Libanon und verweist auf mögliche Kriegsverbrechen.

Das Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt. Israel macht seine verbliebene Militärpräsenz von Fortschritten bei der Entwaffnung abhängig, die Hisbollah eine Kooperation von einem israelischen Abzug.

Quelle: www.zdfheute.de