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Massiver russischer Angriff auf Kyiv: 21 Tote, Selenskyj kritisiert Partner

Russland hat in der Nacht zum 2. Juli einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine geführt, der sich vor allem gegen Kyiv richtete. Dabei wurden mindestens 21 Menschen getötet und 85 verletzt.

Massiver russischer Angriff auf Kyiv: 21 Tote, Selenskyj kritisiert Partner
Bild: ichef.bbci.co.uk

Der Angriff begann am Abend des 1. Juli mit einer Welle von Drohnen und setzte sich nach Mitternacht mit Dutzenden ballistischen Raketen und Marschflugkörpern fort. Insgesamt mehr als elf Stunden lang war die Hauptstadt unter Beschuss. Bürgermeister Vitali Klitschko bezeichnete die Attacke als die massivste seit Kriegsbeginn und erklärte den 3. Juli zum Trauertag.

Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte am Vormittag einen der Einschlagorte im Stadtteil Darnyzja. Dort sagte er, die Opferzahl hätte niedriger sein können, wenn die Partner ihre Zusagen zur Lieferung von Luftabwehrraketen eingehalten hätten. „Wenn die Partner rechtzeitig das gegeben hätten, was sie versprochen haben, hätten wir mehr Häuser und, offen gesagt, mehr Menschen retten können“, so Selenskyj gegenüber Reportern. Er kündigte an, weiter auf die Lieferung von Abwehrraketen zu drängen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe flog Russland 28 ballistische Raketen auf Kyiv, von denen 25 einschlugen. Die niedrige Abschussrate führt das Militär auf einen akuten Mangel an PATRIOT-Abfangraketen zurück. Selenskyj bezifferte den Bedarf für die Abwehr von rund 70 ballistischen Raketen auf mindestens 140 PATRIOT-Raketen. Norwegen habe die Finanzierung von 200 Raketen zugesagt, doch sei bislang keine einzige geliefert worden.

Quelle: www.bbc.com