Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:23 DE / UKR / EN

Bundeskanzler Merz betont Deutschlands Rolle in der Klimapolitik

Beim 17. Petersberger Klimadialog in Berlin am 22. April 2026 warb Bundeskanzler Friedrich Merz für eine ehrgeizige Klimapolitik. Er betonte die Notwendigkeit, Klima-, Wirtschafts- und Energiepolitik enger zu verzahnen.

Bundeskanzler Merz betont Deutschlands Rolle in der Klimapolitik
Bild: Bundesregierung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nahm am 22. April 2026 am 17. Petersberger Klimadialog in Berlin teil. In seiner Rede stellte er die Klimapolitik in den Kontext aktueller geopolitischer und wirtschaftlicher Umbrüche. Merz betonte, dass die Verzahnung von Klima-, Wirtschafts- und Energiepolitik in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten von entscheidender Bedeutung sei.

„Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern, gemeinsam mit Partnern auf der ganzen Welt, gemeinsam mit der Wirtschaft“, sagte Merz und unterstrich die Wichtigkeit von Allianzen. Er hob hervor, dass das Pariser Klima-Abkommen trotz aller Herausforderungen eine bedeutende Errungenschaft bleibe und eine zentrale Grundlage für das Handeln der Bundesregierung im Klimaschutz darstelle.

Merz machte deutlich, dass Deutschland seinen Beitrag leisten wolle, jedoch auch das Engagement anderer Staaten erwarte. Klimaschutz dürfe die industrielle Basis in Deutschland nicht gefährden, sondern müsse Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz sichern.

Der Petersberger Klimadialog (PKD) wurde 2010 ins Leben gerufen und bringt jährlich eine Auswahl an Ländern zusammen, um die Weltklimaverhandlungen am Ende des Jahres vorzubereiten. Der PKD wird gemeinsam mit dem Land oder den Ländern organisiert, die die nächste Weltklimakonferenz leiten werden. Gastgeber des 17. PKD war das Bundesumweltministerium zusammen mit der Türkei und Australien, die die nächste COP31 vorbereiten.