Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am Dienstag in Kiew die Zusammenarbeit mit der Ukraine beim Bau neuer Waffensysteme bekräftigt. „Wir sind strategische Partner. Wir unterstützen euch einerseits weiter in eurem Abwehrkampf, aber andererseits bauen wir immer mehr auf eine strukturierte, langfristige Partnerschaft“, erklärte der SPD-Politiker während seines Treffens mit dem ukrainischen Mychajlo Fedorow.
Im Fokus der Gespräche standen die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme, insbesondere im Bereich der sogenannten Deep Strike-Fähigkeiten. Diese ermöglichen es, wichtige Ziele tief im Hinterland des Gegners zu treffen. Pistorius betonte die Notwendigkeit, die Fähigkeitslücken der NATO-Staaten in diesem Bereich schnellstmöglich zu schließen.
Zusätzlich unterzeichneten Pistorius und Fedorow eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit auf der Plattform „Brave One“, die darauf abzielt, vielversprechende Innovationen zu fördern. Fedorow dankte Deutschland für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und bezeichnete es als führend in der Bereitstellung von Hilfe zur Luftverteidigung und zum Schutz der Infrastruktur.
Die Ukraine hat in den letzten Jahren umfangreiche Eigenentwicklungen im Bereich der Waffentechnologie vorangetrieben und gilt mittlerweile als eines der führenden Länder im Einsatz von Drohnen. Dies ist eine Reaktion auf die Herausforderungen, die sich aus dem anhaltenden Krieg gegen Russland ergeben haben. Laut westlichen Militärangaben hat Russland im April 2023 mehr Gebiete verloren als neu besetzt.



