Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:23 DE / UKR / EN

Pistorius will Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr neu organisieren

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im Verteidigungsausschuss des Bundestags Pläne für eine Neuorganisation der Rüstungsbeschaffung vorgestellt. Ziel sind schnellere Entscheidungen und ein steigendes Beschaffungsvolumen, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Pistorius will Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr neu organisieren
Bild: bilder.deutschlandfunk.de

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im Verteidigungsausschuss des Bundestags seine Pläne für eine Neuorganisation der Rüstungsbeschaffung vorgestellt. Wie der Deutschlandfunk berichtet, betonte Pistorius die Notwendigkeit, die Voraussetzungen für schnellere Entscheidungen und einen weiter steigenden Umfang bei der Beschaffung zu schaffen. Die Abläufe im zuständigen Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) müssten grundlegend angepasst werden.

Die Bundeswehr leidet seit Jahren unter langwierigen Beschaffungsprozessen, die oft Jahre dauern und mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden sind. Pistorius will nun mit einer Reform gegensteuern, um die Truppe schneller mit modernem Gerät auszustatten. Konkrete Details zu den geplanten Änderungen oder einem Zeitplan nannte der Minister im Ausschuss zunächst nicht.

Die Ankündigung kommt vor dem Hintergrund wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen und der von der Bundesregierung zugesagten Aufstockung des Verteidigungshaushalts. Die Neuorganisation gilt als zentraler Baustein, um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu erhöhen.

EuroPulse berichtete am 20. Mai 2026 über die Regierungsbefragung im Bundestag, bei der SPD-Fraktionschef Lars Klingbeil und die SPD-Politikerin Jessica Hubertz Rede und Antwort standen (Link zum Artikel).

Quelle: www.deutschlandfunk.de