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Bauernpräsident warnt vor Ende der Minijobs durch Rentenreform

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, hat die Pläne der Rentenkommission zur Abschaffung von Minijobs für die meisten Bevölkerungsgruppen als „wirtschaftlichen Unsinn“ kritisiert. Er warnte beim Deutschen Bauerntag in Freiburg vor schweren Folgen für den Mittelstand.

Bauernpräsident warnt vor Ende der Minijobs durch Rentenreform
Bild: img.zeit.de

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte am Dienstag 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, möglichst alle umsetzen zu wollen. Ein zentraler Punkt: Minijobs sollen künftig nur noch Schülerinnen und Schülern erlaubt sein, alle anderen Minijobber müssten in die Sozialversicherung einzahlen.

Rukwied sagte, Minijobber in der Landwirtschaft seien in der Regel Menschen, die bereits einem sozialversicherungspflichtigen Job nachgingen und Betrieben in Erntespitzen helfen würden – etwa weil sie gerne einen Mähdrescher fahren. Derzeit sind nach Angaben der Minijobzentrale mehr als 6,5 Millionen Menschen in Deutschland geringfügig beschäftigt. Minijobs sind auf 603 Euro pro Monat oder 7.236 Euro pro Jahr limitiert; Arbeitnehmer zahlen keine Sozialabgaben, Arbeitgeber eine Pauschale von 30 Prozent.

Auch das Studierendenwerk lehnt den Vorschlag ab. Matthias Anbuhl warnte vor Finanzierungsproblemen und Studienabbrüchen: Zwei Drittel aller Studierenden hätten einen Nebenjob, Minijobs begrenzten die zeitliche Belastung auf auf zehn Stunden in der Woche. Er forderte eine Ausnahmeregelung auch für Studierende – ein „minimalinvasiver Eingriff“, der die Statik des Rentenkompromisses nicht gefährden würde.

Quelle: www.zeit.de