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Rheinmetall-Aktie halbiert: Kurssturz nach Fregatten-Aus

Der Aktienkurs von Rheinmetall hat sich binnen drei Vierteljahren halbiert. Wie die dpa berichtet, fiel der Kurs nach dem Platzen eines Fregatten-Großauftrags auf rund 950 Euro.

Rheinmetall-Aktie halbiert: Kurssturz nach Fregatten-Aus
Bild: tagesspiegel.de

Der Aktienkurs des Rheinmetall ist innerhalb von neun Monaten um rund die Hälfte eingebrochen. Noch im Herbst war ein Anteilsschein der Düsseldorfer Waffenschmiede gut 2000 Euro wert gewesen, inzwischen liegt sie bei etwa 950 Euro. Auslöser des jüngsten Kursrutschs war die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, den Bau von sechs Fregatten nicht weiterzuverfolgen. Rheinmetall hatte sich für das milliardenschwere Projekt ins Spiel gebracht, geht nun aber leer aus.

Der Höhenflug der Aktie begann mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Damals stieg der Kurs zeitweise auf das 20-Fache des Vorkriegsniveaus, da Rheinmetall Panzer, Artillerie und Munition in großem Stil lieferte. Doch die Talfahrt setzte bereits vor dem Fregatten-Aus ein. Analysten fragen sich, ob sich der Konzern mit seinen vollen Auftragsbüchern und den jüngsten Zukäufen – etwa der Lürssen-Marinesparte – übernommen hat.

Allein am Mittwoch büßte die Aktie zeitweise rund 20 Prozent ein. Während der Konkurrent TKMS, der nun den Fregatten-Auftrag erhalten soll, Kursgewinne verzeichnete, setzte der Absturz bei Rheinmetall fort. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf und dem größten Werk in Unterlüß (Niedersachsen) stellt neben Panzern und Geschützen auch Drohnen her und ist jüngst ins Satellitengeschäft eingestiegen.

Trotz des Kursverfalls sehen einige Finanzanalysten weiteres Potenzial. Das Bankhaus Metzler etwa nennt ein Kursziel von 2180 Euro – mehr als doppelt so viel wie der aktuelle Stand.

Quelle: www.tagesspiegel.de