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Russische Angriffe auf Kyjiwer Gebiet: sechs Verletzte, 28 Objekte beschädigt

Innerhalb von 24 Stunden sind im Kyjiwer Gebiet sechs Menschen verletzt und 28 Objekte beschädigt worden, darunter 24 Privathäuser. Die Angriffe trafen fünf Bezirke der Region.

Russische Angriffe auf Kyjiwer Gebiet: sechs Verletzte, 28 Objekte beschädigt
Grafik: EuroPulse

Innerhalb von 24 Stunden sind im Kyjiwer Gebiet sechs Menschen verletzt und 28 Objekte beschädigt worden, darunter 24 Privathäuser. Die Angriffe trafen fünf Bezirke der Region.

Bei russischen Angriffen auf das Kyjiwer Gebiet sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden sechs Menschen verletzt und 28 Objekte beschädigt worden, darunter 24 Privathäuser. Das teilte Timur Tkachenko, Leiter der Kyjiwer Regionalen Staatsadministration, am Samstag, 10. Oktober, auf Telegram mit, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet.

Demnach wurden allein im Bezirk Butscha drei Menschen durch einen nächtlichen Drohnenangriff verletzt. Alle drei seien ins Krankenhaus gebracht worden. „Unter den Verletzten ist eine 1937 geborene Frau, die eine akute Stressreaktion erlitt. Zwei weitere Menschen erlitten Splitterwunden und Verbrennungen“, zitiert Ukrinform Tkachenko. Ein Privathaus sei in Brand geraten.

Die Schäden verteilen sich auf fünf Bezirke der Region. Im Bezirk Butscha wurden drei Privathäuser, ein Lager und eine Infrastruktureinrichtung beschädigt. Im Bezirk Fastiw traf es acht Privathäuser, im Bezirk Browary zehn Privathäuser. Im Bezirk Obuchiw wurden drei Privathäuser und eine Infrastruktureinrichtung beschädigt, im Bezirk Wyschhorod eine Infrastruktureinrichtung.

Angriffe auf Wohnviertel – eine Serie mit Folgen

Die Region um die Hauptstadt steht seit Wochen unter Beschuss. Bereits am 27. und 28. September waren nach Angaben von Tymur Tkachenko, Leiter der Militäradministration des Kyjiwer Gebiets, drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden; 21 zivile Objekte in fünf Bezirken wurden beschädigt, wie das englischsprachige Nachrichtenportal New Voice of Ukraine (NV) berichtete. Damals traf es unter anderem den Stolichnyj-Markt im Bezirk Butscha, zwei Lagerhallen im Bezirk Browary und ein Produktionsgelände im Bezirk Fastiw. Ein Getöteter war nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Staatsbürger Aserbaidschans. Das Logistikunternehmen ZAMMLER meldete, sein Lager sei am 27. September getroffen worden. Die Brände verschlechterten die Luftqualität in Obuchiw und Browary.

Die Angriffe treffen damit immer wieder dieselben Orte: Wohnhäuser, Märkte, Lager und Infrastruktur. Ukrinform berichtet zudem, dass an Bahnhöfen der Region mobile Schutzunterstände installiert werden – ein Hinweis darauf, wie sehr der Luftschutz den Alltag der Menschen bestimmt.

Was die Angriffe für die Menschen bedeuten

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region bedeutet das: Nacht für Nacht Alarm, beschädigte Häuser und Verletzte, die oft ältere Menschen sind. Die 1937 geborene Frau mit akuter Stressreaktion steht exemplarisch dafür, wie schwer die psychischen Folgen für die Zivilbevölkerung wiegen. Wer sein Haus verliert oder wessen Arbeitsplatz – etwa in einem Lager oder Produktionsbetrieb – zerstört wird, steht vor einer ungewissen Zukunft.

Die Region Kyjiw ist kein Frontgebiet, sondern das Umland der Hauptstadt. Dass hier binnen eines Tages 28 Objekte beschädigt werden, zeigt, wie weit russische Drohnen und Raketen reichen. Die ukrainische Luftverteidigung kann nicht alle Ziele abfangen.

Anmerkung der Redaktion: Die Angaben zu Verletzten und Schäden stammen von den regionalen Behörden und lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Die jüngsten Zahlen beziehen sich auf die vergangenen 24 Stunden; frühere Angaben aus dem September belegen, dass die Region seit Wochen wiederholt Ziel russischer Angriffe ist.

Quellen

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