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Russischer Angriff: Höhlenkloster in Kyjiw brennt – zwei Tote

Nach einem massiven russischen Luftangriff auf Kyjiw steht die Hauptkirche des Höhlenklosters, eines UNESCO-Weltkulturerbes, in Flammen. Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

Russischer Angriff: Höhlenkloster in Kyjiw brennt – zwei Tote
Bild: img.zeit.de

Wie die Zeit berichtet, ist in der Nacht zum Montag in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Höhlenklosters ein Feuer ausgebrochen. Der Militärgouverneur von Kyjiw, Tymur Tkatschenko, erklärte auf Telegram, es gebe ernsthafte Schäden auf dem Gelände der Anlage, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Videos in sozialen Medien zeigen Flammen, die aus der fast 1000 Jahre alten Kirche schlagen.

Die Ursache des Brandes war zunächst unklar: Ob direkte russische Raketentreffer oder herabfallende Trümmer der ukrainischen Flugabwehr das Feuer auslösten, blieb offen. Die Klosteranlage auf den Hügeln am Dnipro steht seit 1990 unter dem Schutz der UNESCO. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; die Kathedrale war 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst Ende der 1990er Jahre wieder aufgebaut worden.

Landesweit gab es nach ukrainischen Behördenangaben mehrere Tote und Dutzende Verletzte. Allein in Kyjiw wurden nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zehn Menschen verletzt, es kam zu Stromausfällen und Bränden. Militärgouverneur Tkatschenko sprach von mehr als 40 Einschlägen in der Hauptstadt. Die russischen Angreifer setzten ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 50 Raketen und rund 500 Drohnen ein.

Aus anderen Regionen wurde ebenfalls heftiger Beschuss gemeldet. In Charkiw seien fünf Rettungskräfte getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In Dnipro gab es mindestens einen Verletzten. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Quelle: www.zeit.de