Wie die FAZ berichtet, verdichtet sich in sozialen Medien eine neue Resignation unter jungen Frauen: Sie sind heterosexuell, aber überzeugt, dass eine Beziehung mit Männern nur Frust oder Gefahr bedeutet. Der Artikel diskutiert die Berechtigung dieser Befürchtung und fragt, was an dem Phänomen dran ist, das in Netzdebatten bereits als „Heterofatalismus“ bezeichnet wird.
Die Autorin spannt einen weiten Bogen: von Heinrich von Kleists Tragödie „Penthesilea“, in der die Amazonenkönigin in einem Matriarchat lebt und sich in den Feind Achill verliebt, bis zu aktuellen Reddit-Foren, in denen Millionen von Frauen ungeschönte Bilder ihres Alltags teilen. Das männliche Pendant verzeichne nur einen Bruchteil der Nutzer, so die FAZ.
Ein weiteres Beispiel ist die Ali Hazelwood, die heiße Liebesromane schreibt, die regelmäßig zu Bestsellern werden – und die ihr eigener Mann nicht lesen darf. Die FAZ porträtiert sie als eine Stimme, die das Spannungsfeld zwischen romantischem Ideal und realer Enttäuschung literarisch verarbeitet.
Die Analyse zeigt: Die Skepsis gegenüber heterosexuellen Beziehungen ist kein Randphänomen, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Stimmung, die in den sozialen Medien täglich neue Nahrung erhält. Ob die Befürchtungen berechtigt sind, lässt der Artikel offen – er liefert jedoch reichlich Stoff für die Debatte.
Quelle: www.faz.net



