Das Team um Ariffin Bin Mohamad Annuar beschreibt den Reaktor in der Fachzeitschrift Nature Chemical Engineering. Das Modul besteht aus einer Glasplatte mit einem Meter Kantenlänge, auf die verschiedene Beschichtungen aufgesprüht werden. Eine lichtabsorbierende Schicht und eine Katalysatorschicht mit Kobalt und Zirkonium initiieren die chemische Reaktion, die Kunststoff zersetzt.
Die Herstellung ist einfach: Die Schichten werden mit einem Gerät ähnlich einer Farbspritzpistole aufgetragen. Der Reaktor arbeitet bei natürlicher Sonneneinstrahlung, wie ein Test auf dem Campus zeigte. Die Forscher tauchten die Platte in eine Lösung mit vorbehandeltem Kunststoff und stellten sie in die Sonne. „Es hat mich überrascht, wie es Ganze nach all den Optimierungen war“, sagte Mohamad Annuar. „Wir nehmen einfach diese große Platte, sprühen unseren Katalysator darauf, tauchen sie in unsere Lösung, stellen sie in die Sonne, und schon produziert sie Wasserstoff und andere wertvolle Chemikalien, aus Plastikmüll.“
Das Verfahren kann verschiedenste Materialien zerlegen, von Zellulose bis zu PET, aus dem Plastikflaschen bestehen. Frühere Prototypen arbeiteten nur im Labormaßstab und benötigten hohe Temperaturen oder aggressive Chemikalien. Das neue Verfahren ist zum Patent angemeldet, doch vor einem großtechnischen Einsatz müssen die Forscher noch Haltbarkeit und Effizienz verbessern.
Quelle: www.heise.de



