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Kulturschaffende fordern öffentlichen Zugang zur Stefan-Zweig-Villa in Salzburg

Das Paschinger Schlössl in Salzburg, einst Treffpunkt von Stefan Zweig und Thomas Mann, steht zum Verkauf. Kulturschaffende fordern nun den Staat zum Kauf auf, um das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kulturschaffende fordern öffentlichen Zugang zur Stefan-Zweig-Villa in Salzburg
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Das Paschinger Schlössl in Salzburg, einst Treffpunkt von Stefan Zweig und Thomas Mann, steht zum Verkauf. Kulturschaffende fordern nun den Staat zum Kauf auf, um das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Paschinger Schlössl auf dem Salzburger Kapuzinerberg steht für 12,7 Millionen Euro zum Verkauf. Das Anwesen gehörte einst Stefan Zweig, der dort unter anderem Thomas Mann empfing. Eigentümer ist Wolfgang Porsche, Aufsichtsratschef des Autokonzerns, der die Immobilie veräußern will.

Kulturschaffende haben eine Petition gestartet, um die Villa der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Musiker Hubert von Goisern, Schauspieler Harald Krassnitzer, Dirigentin Elisabeth Fuchs, die Ehrenpräsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg Hanna Feingold sowie Salzburgs ehemaliger SPÖ-Bürgermeister Heinz Schaden. Die Initiatoren bezeichnen den Erwerb der Zweig-Villa als „kulturelle Pflicht gegenüber künftigen Generationen“. Mit ihrem Appell richten sie sich an die österreichische Bundesregierung, die Landesregierung Salzburg und die Stadt Salzburg.

Porsche hatte das Anwesen . Für Schlagzeilen sorgten zuletzt Porsches Pläne für eine unterirdische Zufahrt zu seinem Anwesen – einen 500 Meter langen Tunnel, der unter der Salzburger UNESCO-Weltkulturerbe-Zone verlaufen soll. Das Projekt wurde im September von einem Stadtgremium bewilligt. Aktivisten sowie Politiker der Grünen und der Kommunistischen Partei Österreichs stellten sich gegen das Projekt.

Quelle: www.spiegel.de