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Ukraine: Entlassener Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen

Der vor einem Monat entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat in einer Videobotschaft einen sicheren Weg zu Wahlen während des Krieges gefordert. Wie Kyivpost berichtet, warnte er, die Demokratie dürfe nicht von Russlands Handlungen abhängen.

Ukraine: Entlassener Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen
Bild: static.kyivpost.com

Der vor einem Monat entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat in einer Videobotschaft einen sicheren Weg zu Wahlen während des Krieges gefordert. Wie Kyivpost berichtet, warnte er, die Demokratie dürfe nicht von Russlands Handlungen abhängen.

Der ehemalige Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, der vor einem Monat nach massiven Protesten entlassen wurde, hat die ukrainische Bevölkerung in einer Videobotschaft aufgerufen, einen legitimen, sicheren und realistischen Weg zu Wahlen trotz des Krieges zu finden. Demokratie in der Ukraine dürfe nicht von Russlands Handlungen abhängen, warnte er.

Kommentatoren im Land sehen in dem Vorstoß den Beginn eines möglichen Wahlkampfs. Der Politikwissenschaftler Fesenko schreibt auf Facebook, Fedorows Videobotschaft markiere faktisch den Wechsel des Ex-Ministers in die Opposition. Angesichts der Tatsache, dass eine Rückkehr ins Verteidigungsministerium endgültig vom Tisch sei, schlage Fedorow nun vor, dass die Ukrainer in absehbarer Zeit darüber entscheiden, wer in seinem Konflikt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj recht habe. Dies sei nicht nur ein persönlicher Konflikt, sondern eine direkte Konfrontation mit dem „kollektiven Selenskyj“.

Der Blogger Serhij Martschenko wirft Fedorow auf Facebook vor, Selenskyj nicht beim Namen zu nennen. Fedorow spreche von einem System, das Reformen widerstehe, erwähne aber nicht denjenigen, der dieses System geschaffen habe und aufrechterhalte. Seine vorsichtigen Worte erweckten den Eindruck, das System sei aus dem Nichts entstanden.

Die Antikorruptionsexpertin Olena Trehub warnt auf Facebook davor, dass die politischen Turbulenzen nicht in Chaos ausarten dürften. Fedorows Stellvertreter blieben vorerst im Amt und arbeiteten mit der neuen Führung zusammen. Sollte das Team jedoch geschlossen gehen, drohten administrative Unordnung und ein erhöhtes Korruptionsrisiko. Entscheidend sei, dass die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine nicht untergraben werde.

Quelle: www.kyivpost.com