Wie der Spiegel unter Berufung auf den UNHCR-Jahresbericht berichtet, waren Stand Juli 2025 mehr als 117 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Im Jahr 2024 hatte die Zahl mit über 123 Millionen einen traurigen Höchststand erreicht. Von den 117,3 Millionen Vertriebenen werden 36,4 Millionen offiziell als anerkannte Flüchtlinge eingestuft.
Die größte Vertreibungswelle löste der Konflikt im Sudan aus. Auch Afghanistan bleibt ein Brennpunkt. Laut UNHCR kehrten seit 2023 rund 5,4 Millionen Geflüchtete zurück – die meisten jedoch nicht freiwillig. Besonders dramatisch ist die Lage der Rohingya: 6.500 von ihnen flohen 2025 über den Indischen Ozean, 900 kamen dabei ums Leben oder gelten als vermisst – mehr als je zuvor.
Dem UNHCR standen im Jahr 2025 nur 3,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung – etwa so viel wie vor zehn Jahren. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Geflüchteten fast verdoppelt. Die internationale Gemeinschaft verliere zunehmend das Interesse an der Krise, kritisieren Hilfswerke.
Quelle: www.spiegel.de



