Wie der pakistanische Shehbaz Sharif mitteilte, haben die USA und der Iran den finalen Text eines Friedensabkommens ausgehandelt. Islamabad arbeite mit beiden Seiten an den nächsten Schritten, so Sharif. Die Ankündigung erfolgt inmitten wochenlanger indirekter Gespräche, die Pakistan als Vermittler vorangetrieben hatte.
Die offizielle iranische Nachrichtenagentur IRNA dämpfte jedoch die Erwartungen. Sie warnte vor Medienberichten über eine mögliche Absichtserklärung und stellte klar: Der Iran werde die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormuz nicht abgeben. Die USA hätten künftig keine Rolle bei der Verwaltung der Meerenge, hieß es aus Teheran.
IRNA zufolge enthalte der Text lediglich die Normalisierung der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz nach Kriegsende, die maritime Sicherheit durch die Anrainerstaaten, die Beendigung der illegalen Blockade sowie die Beseitigung von Bedrohungen für die Handelsschifffahrt durch die USA und Israel. Die künftige Verwaltung der Wasserstraße solle auf einer iranischen Initiative basieren und in Gesprächen mit dem Oman geklärt werden.
Die Straße von Hormuz gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit. Seit Beginn des Krieges zwischen dem Iran und den USA hatten wiederholte Angriffe auf Handelsschiffe die Schifffahrt beeinträchtigt. Eine Einigung könnte die globalen Ölmärkte beruhigen, bleibt aber angesichts der gegensätzlichen Positionen fragil.
Quelle: www.theguardian.com



