Der VW-Aufsichtsrat hat sich nicht zu den radikalen Vorschlägen des Vorstands durchgerungen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung. Oliver Blume hatte dem Gremium sein neues „Group Target Picture“ vorgelegt – eine Art Bauplan für Volkswagen bis 2030.
Blumes Zielbild sieht Werksschließungen, Investitionskürzungen in zweistelliger Milliardenhöhe, einen kleineren Konzernvorstand und die Ausgründung des Pkw- und Komponentengeschäfts in eigene Gesellschaften vor. Doch bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen im Aufsichtsrat gilt eine Zustimmung als kaum vorstellbar. Der Plan bleibe, Stand jetzt, vor allem zweierlei: ein Schrumpfplan und eine Illusion, so das Handelsblatt.
Reformstau beim größten Autobauer Europas
Der Konzern bleibt damit eine Reformbaustelle. Ähnlich wie im Bund, so der Tenor aus dem Aufsichtsrat, wollten alle handelnden Personen Grundlegendes ändern, änderten aber nichts Grundlegendes. Die Blockade betrifft nicht nur die Werksschließungen und den Jobabbau, sondern auch die geplante Verschlankung der Führungsstruktur.
Quelle: www.handelsblatt.com



