Die Aufsichtsratssitzung von Volkswagen am Donnerstag in Wolfsburg endete ohne konkrete Ergebnisse. Oliver Blume vermied in einem anschließenden Video-Statement Aussagen zu Werksschließungen oder Stellenabbau. Der Betriebsrat reagierte verärgert und setzte Blume ein Ultimatum: Er solle sich am Freitag im Laufe des Tages gegenüber der Belegschaft äußern.
In der betriebsratseigenen Zeitung „Mitbestimmen“ wird Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo mit den Worten zitiert, der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft sei „an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten“. Hunderte Beschäftigte hatten vor den Werken demonstriert.
Der VW-Konzern kündigte am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung an, die globalen Produktionskapazitäten auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu reduzieren und die Modellpalette um bis zu 50 Prozent zu straffen. Blume erklärte, man wolle die Volkswagen-Group bis 2030 „zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt“ machen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) betonte, Werksschließungen seien keine Zukunftsstrategie. Wann konkrete Entscheidungen fallen, blieb offen.
Quelle: www.ndr.de



