Sabalenka, die viermalige Grand-Slam-Siegerin, muss damit weiter auf ihren ersten Titel in Wimbledon warten. Die 28-jährige Weltranglistenerste, die die Weltrangliste anführt, fand gegen die an Position 14 gesetzte Osaka nur schwer ins Spiel. Nach einem schnellen Doppelbreak lag sie im ersten Satz 1:4 zurück und verlor diesen souverän. Auch im zweiten Durchgang kämpfte sie sich in den Tiebreak, unterliefen ihr dort jedoch entscheidende Fehler.
Osaka, die wie Sabalenka zweimal die Australian Open und zweimal die US Open gewonnen hat, zeigte sich nach dem Match emotional. „Es war ein sehr tolles Match. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, weil es das erste Spiel war, das ich auf diesem Court gewinnen konnte. Das bedeutet mir wirklich viel“, sagte Osaka. Sie dankte besonders ihrer Mutter, die sie „mit japanischem Essen bekocht“ habe.
Für Sabalenka war die Niederlage historisch: Erstmals seit vier Jahren verpasste sie das Viertelfinale eines Grand Slams, und es war die erste Niederlage in zwei Sätzen bei einem Major seit sechs Jahren. Zudem verlor sie nach 21 gewonnenen Tiebreaks in Serie erstmals wieder einen. Trotz des Ausscheidens bleibt Sabalenka nach Wimbledon die Nummer eins der Welt, da ihre einzige Konkurrentin Elena Rybakina bereits zuvor gegen Elise Mertens verloren hatte.
Osaka trifft im Viertelfinale auf Karolína Muchová. Die an Position zehn gesetzte Tschechin setzte sich gegen ihre Landsfrau Barbora Krejcikova mit 7:5, 5:7, 6:3 durch. Muchová, French-Open-Finalistin von 2023, hatte erst in der vergangenen Woche in Bad Homburg ihren ersten WTA-Titel auf Rasen gewonnen und dabei im Finale Osaka besiegt – die Japanerin gab damals beim Stand von 1:6, 0:1 auf. Nun kommt es am Dienstag in London zum schnellen Wiedersehen.
Quelle: www.spiegel.de



