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Drogenring schmuggelte Methadon in Seife und Rüben in Kiewer U-Haft

Die ukrainische Polizei hat einen Drogenring zerschlagen, der Methadon in ein Kiewer Untersuchungsgefängnis geschmuggelt hat. Wie Ukrainska Pravda berichtet, organisierte ein Häftling den Schmuggel, die Tarnung erfolgte unter anderem in Seife und Roter Bete.

Drogenring schmuggelte Methadon in Seife und Rüben in Kiewer U-Haft
Bild: uimg.pravda.com.ua

Die Ermittler werfen der Gruppe vor, systematisch Methadon in die Justizvollzugsanstalt gebracht zu haben. Insgesamt seien mehr als 560 drogenhaltige Tabletten in die Haftanstalt gelangt, teilte die Polizei mit. Die Bande habe monatlich zwischen 300 und 800 Methadon-Tabletten in Kiew und der Region verkauft, der Schwarzmarktpreis pro Tablette habe bei 400 bis 600 Griwna (etwa 9 bis 14 Euro) gelegen.

Die Täter nutzten nach Polizeiangaben Patienten einer Substitutionstherapie, die Methadon legal in mehreren medizinischen Einrichtungen bezogen. Statt der vorgeschriebenen Einrichtung hätten sie das Mittel in verschiedenen Kliniken erhalten, um größere Mengen zu horten. Die Drogen wurden dann per Post oder durch persönliche Übergabe in die Haftanstalt geschmuggelt – versteckt in Haushaltsseife oder in einer Roten Bete.

Die Polizei durchsuchte 15 Wohnungen und Arbeitsplätze der Verdächtigen und beschlagnahmte Methadon, Dimedrol, Sonnat, Mobiltelefone, Bankkarten und medizinische Unterlagen. Sieben Personen wurden offiziell verdächtigt, drei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe bandenmäßigen Drogenhandel vor.

Quelle: www.pravda.com.ua