Hegseth ließ vor seinem Abflug ein Statement verbreiten, in dem er die „dringende Notwendigkeit“ betont, dass die Nato-Partner die „Hauptverantwortung“ für die konventionelle Verteidigung Europas übernehmen. Der selbst ernannte „Kriegsminister“ der USA macht damit deutlich, dass die Europäer künftig weniger auf amerikanische Unterstützung zählen können.
Die europäischen Nato-Mitglieder überlegen nun, wie sie die Lücken füllen können, die ein allmählicher Rückzug der USA aus dem Bündnis hinterlässt. EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius zeigte sich im Gespräch mit dem Spiegel nahezu verzweifelt. Er wünscht sich einen Bewusstseinswandel: Die EU-Staaten sollten nationale Egoismen ablegen und bei der Rüstungsbeschaffung enger kooperieren. Bisher laufe das „gar nicht gut“, räumte der Litauer ein und sprach von einer „traurigen Tradition“ gescheiterter Rüstungsprojekte.
Quelle: www.spiegel.de



