Der Herbert Quandt Medien-Preis wurde am 100. Geburtstag der 2015 verstorbenen Johanna Quandt verliehen. Ihr Sohn Stefan Quandt erinnerte in einer persönlichen Rede an die Brüche im Leben seiner Mutter, die sie zur prägendsten Unternehmerin der deutschen Nachkriegsgeschichte machten.
Die Veranstaltung fand im Hotel Hilton Airport am Frankfurter Flughafen statt, nachdem der traditionelle Ort, das Hotel Hilton Gravenbruch, wegen Sanktionen gegen den iranischen Eigentümer nicht mehr genutzt werden konnte. Der neue Termin, der 21. Juni, fiel auf den Tag, an dem Johanna Quandt ihren 100. Geburtstag hätte feiern können.
Stefan Quandt schilderte die entscheidenden Wendepunkte im Leben seiner Mutter: die Rückkehr ins zerstörte Berlin mit 19 Jahren, der Umzug in die USA 1955 und vor allem der Tod ihres Mannes Herbert Quandt 1982. Sie übernahm seine Mandate, darunter die Beteiligung an BMW und den Chemiekonzern Altana, und bewahrte das Vermögen für die nächste Generation.
Die Familie kündigte den „Johanna Quandt Jubiläumsfonds“ mit einem Volumen von zehn Millionen Euro an. Die Mittel fließen in die Förderung von Medizin, Musik und zwischenmenschlicher Verständigung sowie in Projekte, die Johanna Quandt zu Lebzeiten unterstützte.
Quelle: www.faz.net



