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Daniel Günther fordert Rücktritt von Linksparteichef Pantisano

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hat Luigi Pantisano, den neuen Ko-Chef der Linkspartei, zum Rücktritt aufgefordert. Dies geschah nach Pantisanos Äußerungen, in denen er die CDU mit Faschismus in Verbindung brachte, wie die Zeit berichtet.

Daniel Günther fordert Rücktritt von Linksparteichef Pantisano
Bild: img.zeit.de

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein (CDU), hat Luigi Pantisano, den neugewählten Ko-Chef der Linkspartei, zum Rücktritt aufgefordert. Dies geschah, nachdem Pantisano die Christdemokraten in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung mit Faschisten verglichen hatte. Günther bezeichnete diese Aussage als ‚geschichtsvergessen‘ und betonte, dass jemand, der die CDU mit der AfD gleichsetze, für einen ernsthaften demokratischen Austausch nicht geeignet sei.

Pantisano wurde am Wochenende beim Parteitag der Linkspartei in Potsdam zum neuen Ko-Chef gewählt. Parteichefin Ines Schwerdtner wurde in ihrem Amt bestätigt. Pantisano erhielt jedoch nur 53 Prozent der Stimmen, ohne Gegenkandidaten, was als schwaches Wahlergebnis gewertet wird. Schwerdtner äußerte sich im Interview mit dem Fernsehsender phoenix und sagte, dass Pantisano sich sowohl in der eigenen Partei als auch in der Gesellschaft beweisen müsse.

In seiner Reaktion auf die Kritik relativierte Pantisano seine Äußerungen und erklärte, dass diese aus einem bestimmten Kontext herausgerissen worden seien. Er betonte, dass die CDU in vielen Bereichen die Politik der AfD verfolge und damit teilweise faschistische Züge annehme. Trotz der heftigen Reaktionen auf seine Aussagen zeigte sich Pantisano offen für mögliche Bündnisse mit der CDU, um eine AfD-Regierung zu verhindern.

Mehrere führende Politiker der Linkspartei aus den ostdeutschen Landesverbänden äußerten sich kritisch zu Pantisanos Äußerungen. Eva von Angern, die Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, und Hennis Herbst, der Linkspartei-Chef von Mecklenburg-Vorpommern, zeigten sich irritiert über die Formulierung und betonten die Notwendigkeit, Verbesserungen für die Menschen zu erzielen.

Fraktionschefin Heidi Reichinnek wies darauf hin, dass es darum gehe, in allen politischen Rollen positive Veränderungen für die Bürger zu erreichen. Die Diskussion um Pantisanos Äußerungen könnte auch Auswirkungen auf die bevorstehenden Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern haben.

EuroPulse berichtete am 18. Juni 2026 über die Ablehnung einer Entschuldigung durch Günther im Zusammenhang mit Northvolt, was die politische Landschaft in Schleswig-Holstein weiter beeinflussen könnte. [https://europulse.today/northvolt-daniel-guenther-entschuldigung-abgelehnt/]

Quelle: www.zeit.de