Die Schließung erfolgte schrittweise: Bereits seit einem Jahr sind die Notaufnahme und die Chirurgie außer Betrieb, nun folgten die letzten verbliebenen Stationen. Der Verein „Zukunft Elbinsel“ sprach von einem Tag der Trauer, aber auch des Dankes an die Pflegekräfte und Ärzte, die sich um die Menschen in Wilhelmsburg gekümmert hätten.
Eigentlich sollte am selben Standort eine sogenannte Stadtteilklinik entstehen. Doch die Verkaufsverhandlungen zwischen dem katholischen Erzbistum und der Stadt kommen seit Monaten nicht voran. Die Sozialbehörde teilte auf Nachfrage mit, dass mehrere Krankenhaus-Betreiber Interesse an einem solchen Angebot hätten, nannte aber keinen konkreten Zeitplan.
Der Verein „Zukunft Elbinsel“ kritisierte, seit einem Jahr sei nichts passiert, von einem Konzept fehle jede Spur. In Wilhelmsburg sind 100 Menschen auf die Straße gegangen, um erneut gegen das Aus des Klinikums zu protestieren. Das Erzbistum Hamburg erklärte, nicht die Kirche, sondern die Sozialbehörde habe die Verkaufsverhandlungen gestoppt. Wie es mit der medizinischen Versorgung des Stadtteils weitergeht, bleibt offen.
Quelle: www.ndr.de



