Die ukrainischen Streitkräfte haben mit gezielten Schlägen gegen russische Militärziele auf der besetzten Krim und in Südukraine die Nachschublinien der russischen Armee empfindlich getroffen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sind russische Infanterieeinheiten gezwungen, bis zu 30 Kilometer zu Fuß zurückzulegen, um die Front zu erreichen.
Fedorow sprach am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kyjiw mit dem schwedischen Verteidigungsminister Pål Jonson. „Wir sehen bereits, zum Beispiel im Süden, Frontabschnitte, wo die russische Infanterie, weil die Logistik zerstört wurde, 30 Kilometer laufen muss, um ihre Stellungen zu erreichen“, sagte Fedorow laut Interfax-Ukraine. Die Störungen erschwerten zudem den Transport von Truppen, die Versorgung und die Lieferung von Treibstoff für Generatoren, die von Drohnenbetreibern genutzt werden.
Fedorow zufolge verringern diese Probleme die Intensität der russischen Angriffe auf die Ukraine. Er verwies auch auf Anzeichen einer Treibstoff- und Infrastrukturkrise in Russland selbst: „Wir sehen, dass sie auf der Krim den Treibstoffverkauf per QR-Code angekündigt, den Plan dann abgesagt haben, und jetzt ist es unmöglich, überhaupt Treibstoff zu kaufen.“ Die Kampagne gegen die russische Militärinfrastruktur sei Teil der von Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigten 40-tägigen Operation, die den Druck auf Russland erhöhen und es zu Frieden zwingen solle. „Bisher läuft alles nach Plan“, so Fedorow.
Quelle: www.kyivpost.com



