Die Nachfrage nach Kühlgeräten in Deutschland ist zwischen 2019 und 2024 um 75 Prozent gestiegen, wie DW berichtet. Dennoch bleibt die Ausstattung mit fest installierten Klimaanlagen gering: Nur sechs Prozent der Wohnungen und Häuser verfügen darüber. Zum Vergleich: In den USA liegt der Anteil bei rund 90 Prozent, in Südeuropa wie Spanien bei etwa der Hälfte.
Ein Grund ist die Bauweise deutscher Häuser, die traditionell auf Wärmedämmung im Winter ausgelegt sind – nicht auf Kühlung im Sommer. Hinzu kommt das Mietrecht: Viele Mieter dürfen laut Vertrag keine Klimaanlage einbauen, und Eigentümer scheuen die Investition in fremdes Eigentum. In historischen Altstädten erschweren zudem Denkmalschutzauflagen die Installation.
Die Dringlichkeit wächst: Am 28. Juni wurde in Deutschland mit 41,7 Grad Celsius ein neuer Temperaturrekord gemessen. Die Hitzewelle führte sogar zu Rissen auf der Autobahn A2. Die Klimaforscher der UN erwarten, dass extreme Hitzeperioden künftig häufiger und länger andauern.
Quelle: 24tv.ua



