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Spritzattacke mit Urin: Hessens Innenminister verurteilt Protest im Langener Stadtwald

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hat eine Attacke auf einen kommunalen Mitarbeiter im Langener Stadtwald scharf verurteilt. Unbekannte bespritzten den Mann mit einer stinkenden Flüssigkeit, bei der es sich mutmaßlich um Urin handelte.

Spritzattacke mit Urin: Hessens Innenminister verurteilt Protest im Langener Stadtwald
Bild: media0.faz.net

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hat eine Attacke auf einen kommunalen Mitarbeiter im Langener Stadtwald scharf verurteilt. Unbekannte bespritzten den Mann mit einer stinkenden Flüssigkeit, bei der es sich mutmaßlich um Urin handelte.

, ereignete sich der Vorfall am Ort eines früheren Protestcamps gegen Kiesabbau im Langener Stadtwald. Die Täter nutzten eine Wasserspritzpistole, um die Flüssigkeit zu versprühen. Die Polizei stellte am Tatort ein Behältnis mit einer übelriechenden Flüssigkeit sicher, das mit dem Wort „Urin“ beschriftet war.

Innenminister Poseck erklärte: „Ich finde es unerträglich und widerwärtig, dass Einsatzkräfte, die die Einhaltung der rechtlichen Grenzen des Protestes überprüfen, bei der Ausübung ihres Dienstes mit einer stinkenden Flüssigkeit bespritzt werden, bei der es sich mutmaßlich um Urin handelt.“ Die Attacke sei von einer selbst errichteten Plattform aus erfolgt und habe auch Polizeibeamte treffen sollen, diese jedoch verfehlt. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.

Neben der Spritzattacke stellte die Polizei weitere Verstöße fest: Pyrotechnik, Holzbretter mit Nägeln sowie mehrere Verstöße gegen den Brandschutz. Trotz Waldbrandgefahr hätten Menschen im Wald ein Lagerfeuer entzündet. Poseck betonte, das Recht auf Versammlungsfreiheit sei weit gefasst, doch müssten die Grenzen des Rechts eingehalten werden. Er kritisierte, dass Proteste des linken Randes zunehmend gewalttätig ausarteten.

Bereits im November 2025 hatte die Polizei das illegale Protestcamp mit Baumhäusern am Langener Waldsee geräumt. Seit Sommer 2024 hatten Aktivisten das Gebiet besetzt, um Bäume vor der Rodung für den Kiesabbau zu schützen.

Quelle: www.faz.net