Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy, Oleh Hryhorow, erklärte, die russischen Streitkräfte planten in den kommenden Tagen Angriffe auf Tankstellen in Sumy und mehreren anderen Gebieten. Die Behörden riefen die Bewohner auf, Tankstellen vorübergehend nicht aufzusuchen und sich nicht ohne dringende Notwendigkeit in deren Nähe aufzuhalten.
Die Tankstellenbetreiber seien über die mögliche Gefahr informiert worden, so Hryhorow. Es seien Anordnungen zur Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen ergangen. Bereits am 4. Juli traf eine Drohne eine Tankstelle in der Stadt Sumy, wobei ein Großbrand ausbrach und drei Frauen verletzt wurden.
Die Tankstellenkette WOG hat ab dem 1. Juli in mehreren Frontregionen, darunter Sumy, Tschernihiw, Charkiw, Saporischschja, Dnipro, Cherson und Teile von Poltawa, einen Sonderbetrieb eingeführt. Demnach bleiben die Stationen zwischen 21:00 und 07:00 Uhr geschlossen, die Außenbeleuchtung wird nachts ausgeschaltet und bei Luftalarm wird der Verkauf von Treibstoff gestoppt.
Russland greift seit einiger Zeit systematisch ukrainische Tankstellen an. Laut dem Luftfahrtexperten Bohdan Dolinze versucht der Kreml damit, eine Treibstoffknappheit in den Frontregionen zu erzeugen und der russischen Bevölkerung zu zeigen, dass auch die Ukraine ähnliche Probleme habe. Dies sei eine Reaktion auf erfolgreiche ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Tanklager, die in Russland bereits zu Benzinengpässen geführt hätten.
Quelle: 24tv.ua



