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Wahlfälschung in Wülfershausen: Neue Bürgermeisterin gewählt

Nach der Manipulation der Kommunalwahl im März hat Wülfershausen an der Saale eine neue Bürgermeisterin. Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) gewann die Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen.

Wahlfälschung in Wülfershausen: Neue Bürgermeisterin gewählt
Bild: sueddeutsche.de

Nach der Manipulation der Kommunalwahl im März hat Wülfershausen an der Saale eine neue Bürgermeisterin. Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) gewann die Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen.

Die Bankbetriebswirtin Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) erhielt bei der Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Dieses vorläufige Ergebnis gab die Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) online bekannt. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,5 Prozent.

Der Vorgänger der 52-Jährigen, ein 69-jähriger ehemaliger CSU-Politiker, hatte eingeräumt, Wahlunterlagen zur Kommunalwahl im März manipuliert zu haben. Er trat daraufhin als Erster Bürgermeister zurück. Die rund 1300 Wahlberechtigten waren zur Neuwahl aufgerufen. Weil der 69-Jährige auch Stimmzettel der Gemeinderats- sowie der Kreistagswahl für Rhön-Grabfeld verändert haben soll, fand am Sonntag auch die Nachwahl für diese beiden Gremien statt.

Am 3. November steht der Amtsvorgänger von Markert wegen Wahlfälschung vor dem Amtsgericht Bad Neustadt/Saale. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bekommen. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für den 69-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: www.sueddeutsche.de