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Massiver russischer Angriff auf Kyiv: über 20 Tote, Rettung läuft

In der Nacht zum 6. Juli hat Russland einen massiven Angriff auf die Ukraine geflogen, der vor allem Kyiv und die Region traf. Wie die BBC unter Berufung auf ukrainische Behörden berichtet, starben mehr als 20 Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Massiver russischer Angriff auf Kyiv: über 20 Tote, Rettung läuft
Bild: ichef.bbci.co.uk

In der Nacht zum 6. Juli hat Russland einen massiven Angriff auf die Ukraine geflogen, der vor allem Kyiv und die Region traf. Wie die BBC unter Berufung auf ukrainische Behörden berichtet, starben mehr als 20 Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes (DSNS) kamen in Kyiv mindestens 15 Menschen ums Leben, rund 60 wurden verletzt, darunter sieben Kinder, vier Rettungskräfte und ein Polizist. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge werden 27 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. In der Region Kyiv stieg die Zahl der Toten auf acht, 48 Menschen wurden verletzt, 20 von ihnen kamen ins Krankenhaus. Die Opferzahlen könnten weiter steigen, da die Such- und Rettungsarbeiten noch andauern.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe insgesamt 419 Angriffsmittel eingesetzt: 68 Raketen und 351 Drohnen. Davon seien 363 Ziele abgefangen worden – 326 Drohnen und 37 Marschflugkörper. Keine der ballistischen und Schiffsabwehrraketen (Typ 3M22 Oniks/Zirkon aus der Region Kursk) habe man abwehren können. Präsident Wolodymyr Selenskyj machte dafür einen Mangel an Abfangraketen für die Patriot-Systeme verantwortlich. Luftwaffensprecher Jurij Ihnat bestätigte: „Um ballistische Raketen abzuschießen, braucht man etwas, womit man sie abschießt. Die Systeme reichen aus. Es braucht eine ständige Versorgung mit Raketen. Wir haben ein ernstes Defizit an Abfangraketen.“

Die Einschläge und Trümmer trafen 34 Orte, an 16 weiteren Stellen wurden Trümmerteile gefunden. Besonders schwer betroffen sind die Stadtbezirke Darnyzja und Podil, wo russische Raketen Wohnhochhäuser trafen. Im Podil-Bezirk wurde ein neunstöckiges Haus von der fünften bis zur neunten Etage zerstört. Rettungskräfte brachten 17 Menschen in Sicherheit, 28 weitere wurden per Drehleiter evakuiert. Auch an einem 21-stöckigen Hochhaus laufen die Bergungsarbeiten. In der Region Kyiv ist die Lage in Wyschnewe am schlimmsten: 479 Einwohner wurden evakuiert, die Polizei hat das Gebiet abgeriegelt. Außenminister Andrij Sybiha erklärte, die Ukraine habe eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Jede gegen die Ukraine abgefeuerte Rakete sei ein Signal nicht nur für das Land, sondern für die ganze Welt – Russland versuche zu beweisen, dass Gewalt Völkerrecht ersetzen könne.

Quelle: www.bbc.com