Die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, nannte das Vorhaben gegenüber der „Rheinischen Post“ einen „Kahlschlag“. „Spätestens der Bundesrat muss diese Irrfahrt stoppen“, sagte sie. Das Gesetz werde die Versorgung der Patienten spürbar verschlechtern und zu längeren Wartezeiten führen.
Das schwarz-rote Gesetzespaket soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind unter anderem Ausgabenbremsen für Praxen, Kliniken und Apotheken, höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag. Die telefonische Krankschreibung soll abgeschafft werden.
Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang bezeichnete die Neuregelung bei Krankschreibungen als „Schnapsidee“.
Quelle: www.spiegel.de



