Das Tiefengrundwasser unter München gilt als eiserne Reserve für die Trinkwasserversorgung der Stadt. Dennoch dürfen die ortsansässigen Brauereien dieses jahrtausendealte Wasser für die Herstellung ihres „Münchner Biers“ nutzen – und das zu äußerst günstigen Konditionen. , .
Die Regelung sorgt für Kritik, denn das Tiefengrundwasser ist eine begrenzte Ressource, die bei Trockenperioden als Notreserve dient. Während die Münchner Bevölkerung bei Hitzeperioden zum Wassersparen aufgerufen wird, können die Brauereien weiterhin große Mengen des alten Grundwassers fördern – auch für Produkte, die nicht zum traditionellen Bierbrauen gehören.
in der bayerischen Landeshauptstadt. Das „Münchner Bier“ genießt einen besonderen Schutzstatus, und die Brauereien argumentieren, dass die Qualität des Wassers entscheidend für den Geschmack sei. Allerdings wird das Wasser nicht nur für Bier, sondern auch für Limonaden und Reinigungszwecke genutzt, was Umweltverbände als Verschwendung kritisieren.
Eine Neubewertung der Wasserrechte steht bislang nicht an. für München. Ob die Praxis angesichts zunehmender Trockenperioden und steigender Trinkwassernachfrage langfristig Bestand haben wird, ist offen.
Quelle: www.sueddeutsche.de



