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80 Milliarden Euro: EU startet Fonds für Tech-Start-ups

Die EU-Staaten, die Europäische Investitionsbank (EIB) und private Investoren haben einen 80-Milliarden-Euro-Fonds aufgelegt, um junge Technologieunternehmen zu fördern. Das teilte die EIB am Rande eines EU-Finanzministertreffens in Brüssel mit.

80 Milliarden Euro: EU startet Fonds für Tech-Start-ups
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die EU-Staaten, die Europäische Investitionsbank (EIB) und private Investoren haben einen 80-Milliarden-Euro-Fonds aufgelegt, um junge Technologieunternehmen zu fördern. Das teilte die EIB am Rande eines EU-Finanzministertreffens in Brüssel mit.

Die Initiative trägt den Namen „European Tech Champions“ und ist der Nachfolger eines kleineren Fonds. Der Dachfonds selbst ist mit rund 15 Milliarden Euro ausgestattet – viermal so viel wie sein Vorgänger. Durch die Beteiligung privater Geldgeber, darunter die spanische Santander-Bank, die Danske Bank und die italienische Green Arrow Capital, soll das Gesamtvolumen auf 80 Milliarden Euro steigen.

EIB-Präsidentin Nadia Calviño erklärte, es gehe „vor allem um Skalierbarkeit und Geschwindigkeit“. Der Zusammenschluss schließe eine Finanzierungslücke für sogenannte Scale-ups – junge Firmen mit hohem Wachstumspotenzial. In Europa entwickelte Technologien sollten künftig auch hier wirtschaftlich erfolgreich sein, so Calviño.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nannte die Initiative „eine strategische Investition in Europas Zukunft“. Sie stärke Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und Wohlstand. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die staatlichen Hilfen sonst eher kritisch gegenübersteht, sagte: „Damit stellen wir die Weichen für Europas technologische Souveränität.“

In einer ersten Runde der Initiative hatte die EIB bereits große Fonds unterstützt, die in europäische Start-ups investieren. Dabei wurden zwölf Einhörner gefördert – junge Unternehmen mit einem Wert von über einer Milliarde Euro. KfW-Chef Stefan Wintels lobte die Ausweitung und forderte als nächsten Schritt eine echte Kapitalmarktunion, um Ersparnisse effizient in Investitionen zu lenken.

Quelle: www.spiegel.de