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Sparpaket: Berlins Kassenärzte warnen vor weniger Terminen

Der Bundestag stimmt heute über das Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge ab. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin warnt vor weniger Ärzten und längeren Wartezeiten.

Sparpaket: Berlins Kassenärzte warnen vor weniger Terminen
Bild: tagesspiegel.de

Der Bundestag stimmt heute über das Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge ab. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin warnt vor weniger Ärzten und längeren Wartezeiten.

Der Bundestag will das Gesetz für stabile Kassenbeiträge verabschieden. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin warnt jedoch vor negativen Folgen für die Patientenversorgung. Das Sparpaket könnte dazu führen, dass weniger Ärzte praktizieren und die Wartezeiten steigen.

Der Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, Burkhard Ruppert, sagte im Inforadio des RBB, ältere Mediziner signalisierten, dass sie über einen Ausstieg nachdächten. Jüngere Ärzte überlegten, ob sie sich überhaupt niederlassen sollten. Dies würde weniger Termine für Patienten bedeuten. Besonders chronisch Kranke hätten Nachteile zu befürchten, während Gesunde von dem Gesetz profitierten. Ruppert forderte statt bloßer Beitragssatzstabilität strukturelle Veränderungen.

Das Sparpaket der schwarz-roten Koalition soll die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen für Praxen, Kliniken, Apotheken und die Pharmabranche. Zudem sind höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern geplant.

Quelle: www.tagesspiegel.de