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Niedersachsen genehmigt Brennelement-Produktion mit Rosatom in Lingen

Die niedersächsische Landesregierung hat die Produktion von Brennelementen für sowjetische Atomkraftwerke im Werk Lingen genehmigt – in Zusammenarbeit mit der russischen Rosatom. Das berichtet die Europäische Wahrheit unter Berufung auf Euronews.

Niedersachsen genehmigt Brennelement-Produktion mit Rosatom in Lingen
Bild: uimg.pravda.com.ua

Die niedersächsische Landesregierung hat die Produktion von Brennelementen für sowjetische Atomkraftwerke im Werk Lingen genehmigt – in Zusammenarbeit mit der russischen Rosatom. Das berichtet die Europäische Wahrheit unter Berufung auf Euronews.

Die Genehmigung betrifft das Advanced Nuclear Fuels (ANF), eine Tochter des französischen Framatome. ANF hatte den Antrag bereits 2022 gestellt. Produziert werden sollen sechseckige Brennelemente, die ausschließlich in Atomkraftwerken sowjetischer Bauart zum Einsatz kommen. Solche Reaktoren laufen noch in mehreren osteuropäischen Ländern und in Finnland.

Die Entscheidung stößt auf breiten Widerstand. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) bezeichnete das Vorhaben bereits früher als „grundfalsch“. Auch Umweltverbände und Bürgerinitiativen kritisieren die Kooperation mit dem russischen Staatskonzern. Das Bundesumweltministerium erklärte, man sehe nicht das Atomrecht, sondern EU-weite Sanktionen als das richtige Mittel, um gegen die Zusammenarbeit mit Rosatom vorzugehen.

Das niedersächsische Umweltministerium betonte, die Genehmigung sei nach „umfassenden Prüfungen“ und Abstimmungen mit Bundesbehörden erteilt worden. Sollten neue Risiken – insbesondere für die nationale Sicherheit – auftauchen, könne die Erlaubnis widerrufen werden. Hintergrund ist die Sorge, dass russische Experten für die Produktion notwendig sind, was Sicherheitsbedenken verstärkt.

Die Ukraine und mehrere EU-Politiker fordern seit langem EU-Sanktionen gegen Rosatom. Erst am 13. Juli hatte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha mit europäischen Kollegen über weitere Sanktionen beraten – darunter Beschränkungen für Rosatom und Roskosmos, den Ausschluss der Gazprombank aus dem SWIFT-System sowie ein Verbot von Transportsystemen für russisches Flüssigerdgas. Auch Litauens Präsident Gitanas Nausėda plädiert für eine Ausweitung der Sanktionen auf den russischen Energiesektor, insbesondere auf Rosatom.

Quelle: www.pravda.com.ua