Die spanische Regierung hat die Reaktion einiger EU-Länder auf die Migrationskrise in Ceuta scharf kritisiert. Pedro Sánchez warf anderen europäischen Regierungen vor, Spanien ‚aus Vorurteilen, Fake News, Unwissenheit oder politischem Interesse‘ anzugreifen. Die EU könne sich ‚diese egoistische, polarisierende und rechtswidrige Reaktion‘ nicht leisten, sagte Sánchez in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete die Szenen in Ceuta als ’schockierend‘ und setzte das Schengen-Abkommen mit Spanien für einen Monat aus. Finnland und Dänemark unterstützten diesen Schritt, während Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babiš eine vorübergehende Suspendierung der Schengen-Mitgliedschaft Spaniens forderte. Spanien reagierte, indem es den italienischen Botschafter in Madrid einbestellte.
Die EU-Innenminister wollen am Dienstag per Videokonferenz über die Lage beraten. 22 der 27 EU-Staaten forderten in einem offenen Brief Notfallgespräche. Spanien betont, die Kontrolle über die Grenze in weniger als 48 Stunden vollständig wiederhergestellt zu haben. Fernando Grande-Marlaska erklärte, fast alle Migranten hätten Ceuta bereits verlassen, die Lage sei ‚fast vollständig normalisiert‘.
Quelle: www.bbc.co.uk



