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Finnischer Präsident: Russland wird Nato nicht angreifen

Der finnische Präsident Alexander Stubb glaubt nicht an einen russischen Angriff auf die Nato. Wie er der „Bild“ sagte, sei die Abschreckung des Bündnisses stärker als die jeder anderen Militärmacht.

Finnischer Präsident: Russland wird Nato nicht angreifen
Bild: images.handelsblatt.com

Der finnische Präsident Alexander Stubb glaubt nicht an einen russischen Angriff auf die Nato. Wie er der „Bild“ sagte, sei die Abschreckung des Bündnisses stärker als die jeder anderen Militärmacht.

Stubb begründete seine Einschätzung mit der militärischen Stärke der Nato. Die Abschreckung beruhe auf Raketen, konventionellen Streitkräften und Atomwaffen. Für keine Macht der Welt ergebe es Sinn, die Entschlossenheit des Bündnisses auf die Probe zu stellen, sagte er der „Bild“.

Russland wolle jedoch Angst säen. „Russland will, dass wir Europäer hier sitzen und darüber diskutieren: Wird Russland eskalieren? Wird Russland Atomwaffen einsetzen? Wird Russland die Nato und Europa angreifen?“, so Stubb über Putins Vorhaben. Finnland teilt eine rund 1.340 Kilometer lange Grenze mit Russland und war nach dem russischen Überfall auf die Ukraine der Nato beigetreten.

Stubb hält eine russische Mobilmachung im Herbst für wahrscheinlich. Die russische Armee verliere monatlich zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten, rekrutiere aber nur 27.000 neue. Ein Angriff auf ein weiteres Land sei daher äußerst unwahrscheinlich: „Dass sie jetzt plötzlich Kräfte für zwei Fronten mobilisieren könnten – das sehe ich einfach nicht.“

Experten rechnen eher mit kleineren Provokationen gegen die Nato, etwa durch Soldaten ohne Abzeichen an Grenzübergängen oder sogenannte False-Flag-Angriffe. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte nach einem Ministertreffen in Flensburg vor zunehmenden hybriden Aktivitäten. Die Ukraine sei derzeit in einer stärkeren Position als je zuvor, sagte Stubb: „Die Ukraine hat die Oberhand und sie wird diesen Krieg gewinnen.“

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Quelle: www.handelsblatt.com