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Iran kritisiert US-Sanktionen als Verhalten aus der Steinzeit

Die USA haben neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Teheran reagierte mit scharfer Kritik und sprach von einem „Verhalten aus der Steinzeit“, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete.

Iran kritisiert US-Sanktionen als Verhalten aus der Steinzeit
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die USA haben neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Teheran reagierte mit scharfer Kritik und sprach von einem „Verhalten aus der Steinzeit“, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete.

Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Wissenschaftsminister Hussein Simai Saraf kritisierte die Einschränkung von Sprachtests im Zuge der Sanktionen scharf. „Das Ziel des Feindes ist es, unser Land durch Sanktionen zur Kapitulation zu zwingen“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Isna. Dass nun auch ein renommierter Sprachtest für Englisch betroffen ist, bezeichnete er als „Verhalten aus der Steinzeit“.

In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass der als TOEFL bekannte Sprachtest (Test of English as a Foreign Language) wegen der Sanktionen in Iran künftig nicht mehr absolviert werden kann. Auch ein Test auf der beliebten Sprachlern-App Duolingo ist künftig nicht mehr verfügbar. Bereits zu Jahresanfang wurden im Iran Prüfungen für den IELTS-Test (International English Language Testing System) eingestellt.

Kritik an den jüngsten US-Sanktionen kam auch von Experten. Viele Beobachter zeigten sich verwundert über die Aufhebung von Genehmigungen, die etwa den wissenschaftlichen und sportlichen Austausch abdeckten. „Diese Maßnahmen isolieren nicht das iranische Regime, das sich seit Jahren verschanzt hat – sie isolieren die iranische Bevölkerung“, schrieb der Analyst Esfandyar Batmanghelidj auf der Nachrichtenplattform X.

Das Regime selbst hat am Montag ballistische Raketen auf das haschemitische Königreich Jordanien abgeschossen. Sie seien zerstört worden, hieß es aus Amman. Einige seien zudem in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra mit. Es habe keine Verletzten gegeben.

Iran hatte zuvor mitgeteilt, als Vergeltung für vorangegangene US-Attacken amerikanische Militärstützpunkte in Jordanien angegriffen zu haben. Bereits in der Nacht zu Montag hatte Iran dort US-Stützpunkte attackiert.

Die USA und Iran hatten am Dienstag neue gegenseitige Angriffe gemeldet. Die Vereinigten Staaten nahmen nach Angaben von Präsident Donald Trump iranische Ziele nahe der Straße von Hormus ins Visier.

Quelle: www.spiegel.de