Die EU-Kommission hat die geplante Unterstützung für den Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland in Höhe von bis zu 35 Milliarden Euro genehmigt. Die Bundesregierung darf damit ab 2031 die Errichtung der Anlagen mit einem Milliardenpaket fördern.
In den nächsten fünf Jahren sollen in der Bundesrepublik zahlreiche neue Gaskraftwerke mit insgesamt 11 Gigawatt Leistung entstehen, die spätestens Ende 2031 ans Netz gehen sollen. Die Kosten sollen über eine neue Umlage ab 2031 von allen Stromnutzern getragen werden, wobei offen bleibt, um wie viel der Strom dann teurer wird.
Die Kommission begründete ihre Zustimmung mit der Versorgungssicherheit: Die Kraftwerke sollen Lücken in der Stromversorgung ab 2031 vermeiden und einspringen, wenn zu wenig Wind- und Sonnenenergie erzeugt wird. Die Fördergelder würden in einem fairen, diskriminierungsfreien Verfahren vergeben, wodurch die Auswirkungen auf den Wettbewerb begrenzt blieben.
Die neuen Anlagen sollen zunächst Erdgas verbrennen, später aber auf Wasserstoff umgestellt werden. Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, bis 2038 will Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigen.
Quelle: www.sueddeutsche.de



