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Schmyhal: 18 Angriffe auf Energieanlagen binnen eines Tages

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Energieministers innerhalb von 24 Stunden 18-mal Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Bei einem Treffen mit Katarina Reiche wurde zusätzliche Hilfe vereinbart.

Schmyhal: 18 Angriffe auf Energieanlagen binnen eines Tages
Archivfoto: Main Directorate of the State Emergency Service of Ukraine in Kharkiv Oblast / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Energieministers innerhalb von 24 Stunden 18-mal Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Bei einem Treffen mit Katarina Reiche wurde zusätzliche Hilfe vereinbart.

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Energieministers Herman Schmyhal innerhalb von 24 Stunden 18-mal Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Das teilte das Ministerium für Energie der Ukraine laut dem Nachrichtenportal ukrinform.de auf Facebook mit.

Schmyhal äußerte sich demnach im Anschluss an ein Gespräch mit Katarina Reiche, das nach den Vereinbarungen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz stattfand. Besprochen worden sei insbesondere zusätzliche Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor. Die Hilfe der Partner sei derzeit entscheidend, weil Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine systematisch zerstöre, betonte Schmyhal.

„Unsere Prioritäten sind: Auffüllung von Reserven an Energieausrüstung sowie Verstärkung des Schutzes, insbesondere von Hochspannungsleitungen über den Dnipro“, sagte Schmyhal laut Ukrinform. Man habe sich auf finanzielle Unterstützung der Partner für die Beschaffung von Gütern für Reparaturarbeiten geeinigt. Zudem rechne die Ukraine mit der Lieferung von Transformatoren, Turbinen und Generatoren, die unter anderem von deutschen Herstellern produziert werden.

Vereinbart worden sei außerdem, diplomatische Bemühungen zu koordinieren, um den Druck auf Russland wegen des jüngsten Angriffs auf ein Umspannwerk zu erhöhen, das für den Betrieb des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj wichtig ist. Schmyhal dankte Reiche und der deutschen Regierung für ihre „klare und konsequente Haltung“ zur Unterstützung der Ukraine und ihrer Energieresilienz.

Bereits am Freitag, 6. November, hatte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache nach Angaben des Kyiv Independent vor einer neuen großen Angriffswelle gewarnt. Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Russland einen groß angelegten Angriff auf die Energieinfrastruktur, die Brücken über den Dnipro und zivile Infrastruktur vorbereite. Am Samstag, 7. November, sagte Selenskyj laut Kyiv Independent, in den Regionen Kyjiw, Winnyzja, Schytomyr, Riwne, Charkiw und Dnipro seien Umspannwerke beschädigt worden.

Quellen

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