Vor 12.45 Uhr habe Wegner demnach kein entsprechendes Gespräch geführt. Die Enthüllung löst scharfe Reaktionen aus Opposition und Regierungsumfeld aus. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach erklärte, er werde es in keiner Konstellation zulassen, dass Kai Wegner in einem künftigen Senat eine Rolle übernehmen könne. Auch aus den eigenen Reihen kommt Gegenwind: Der Vorsitzende der Jungen Union in Berlin, Harald Burkart, forderte Wegners Rückzug als Spitzenkandidat.
Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Wegner am ersten Tag des Stromausfalls zeitweise Tennis gespielt hatte, obwohl er zunächst erklärt hatte, den ganzen Tag mit Krisentelefonaten beschäftigt gewesen zu sein. Wegner selbst bedauerte den entstandenen Eindruck.
Der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke hatte Anfang Januar rund 100.000 Menschen zeitweise ohne Strom gelassen. Wenige Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl verschärft die Affäre den Druck auf den CDU-Spitzenkandidaten zusätzlich.
Quelle: www.zdfheute.de



