Die Berufung eines Professors dauerte in Brandenburg bislang zwischen zwölf und 24 Monaten. Künftig soll sie schon nach sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein, wie der Landtag am Mittwoch mit der Novelle des Hochschulgesetzes beschloss. Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) sprach von einem „echten Standortvorteil im Wettbewerb um die klügsten Köpfe dieser Republik“.
Die Neuregelung geht auf eine Vereinbarung mit der Hasso-Plattner-Stiftung zurück. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam will in Kooperation mit der Universität eine Fakultät für „Digital Engineering“ ausbauen. Im Gegenzug versprach das Land ein schnelleres Berufungsrecht.
Die Novelle war nicht unumstritten. Die SPD-Abgeordnete Julia Sahi räumte Sorgen von Gewerkschaft, Gleichstellungsbeauftragten und Studierenden ein, dass außerordentliche Berufungen künftig zur Regel werden könnten. Doch solche Verfahren seien nur für Ausnahmefälle gedacht. „Beliebige Besetzungen nach Vitamin B bleiben ausgeschlossen“, sagte Sahi. Die AfD enthielt sich bei der Abstimmung.
Quelle: www.tagesspiegel.de



