Die Ausweitung der Abschiebungen basiert auf Gesprächen zwischen Vertretern des Bundesinnenministeriums und den Taliban, die in Afghanistan die Macht innehaben. Die Bundesregierung erkennt die Islamisten nicht als legitime Regierung an, weshalb die Treffen als „Gespräche auf technischer Ebene“ bezeichnet werden. Zusätzlich zu den Charterflügen seien jederzeit Einzelrückführungen über Linienflüge möglich, so die Sprecherin.
Erst vor kurzem hatte Deutschland 32 afghanische Straftäter per Charterflug abgeschoben. Die Männer waren unter anderem wegen Vergewaltigung, Tötungsdelikten, sexuellem Missbrauch von Kindern, Drogenhandel und räuberischer Erpressung verurteilt worden. Dobrindt betonte: „Wer unseren Schutz missbraucht und hier schwere Straftaten begeht, muss seine Perspektive in seinem Heimatland suchen.“
Quelle: Stadt München



