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Venezuela fordert nach Erdbeben Freigabe von Auslandsgold

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela fordert Interimspräsidentin Delcy Rodríguez die Freigabe blockierter Auslandsvermögen als Katastrophenhilfe. , verlangt sie unter anderem Goldreserven von der Bank of England.

Venezuela fordert nach Erdbeben Freigabe von Auslandsgold
Bild: img.zeit.de

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela fordert Interimspräsidentin Delcy Rodríguez die Freigabe blockierter Auslandsvermögen als Katastrophenhilfe. , verlangt sie unter anderem Goldreserven von der Bank of England.

Zwei Wochen nach den schweren Erdbeben in Venezuela mit offiziell 3.811 Toten und mehr als 16.740 Verletzten hat Interimspräsidentin Delcy Rodríguez die Freigabe blockierter Auslandsvermögen gefordert. Auf einer Pressekonferenz bat sie den Internationalen Währungsfonds, festgesetzte Finanzressourcen freizugeben. Das Geld solle betroffenen Familien und besonders stark zerstörten Regionen zugutekommen.

Zudem habe sie einen Brief an den britischen König Charles den Dritten geschickt, in dem sie die Herausgabe von rund 31 Tonnen venezolanischem Gold verlangt, das bei der Bank of England lagert. „Dieses Gold gehört unserem Volk und dieses Gold soll dafür da sein, um ihm zu dienen“, sagte Rodríguez. Die Bank of England hatte sich in der Vergangenheit geweigert, die Reserven freizugeben. Das Gold hatte 2020 einen Wert von rund 1,7 Milliarden Euro, dürfte aufgrund des gestiegenen Goldpreises inzwischen aber noch mehr wert sein.

Um das festgesetzte Gold gibt es einen langjährigen Rechtsstreit vor britischen Gerichten. Das Regime um Ex-Staatschef Nicolás Maduro versuchte wiederholt, die Reserven nach Venezuela zu holen, scheiterte aber juristisch. Die Opposition verhinderte dies ebenfalls aus Sorge, die autoritäre Führung könne das Gold stehlen oder zur Finanzierung ihres repressiven Regierungsstils nutzen.

Die USA lockerten nach der Festnahme von Maduro Sanktionen im Ölsektor und genehmigten für vier Monate Transaktionen im Zusammenhang mit der Erdbebenhilfe. Die beiden Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni erschüttert, gefolgt von mehr als tausend Nachbeben. Die Chancen, zwei Wochen nach der Katastrophe noch Überlebende zu finden, sind minimal.

Quelle: www.zeit.de