, atmeten Ende Juni rund 300 Millionen Menschen in der EU Ozonwerte oberhalb der empfohlenen Belastungsgrenze. Darunter waren etwa 100 Millionen Kinder und ältere Menschen. Die höchste je gemessene Konzentration wurde am 27. Juni in Nordrhein-Westfalen registriert: 233,7 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Bodennahes Ozon entsteht aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen, begünstigt durch hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung. Es kann Atemprobleme verursachen, Lungengewebe schädigen und Asthmaanfälle auslösen. Flossie Boyd, Kampagnenleiterin bei Global Witness, sprach von einer „unsichtbaren Bedrohung“ und machte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen dafür verantwortlich.
Laut Europäischer Umweltagentur wurden allein 2023 mehr als 63.000 Todesfälle sowie Ernteschäden in Milliardenhöhe auf Ozonbelastung zurückgeführt. Die EU hat zwar die Stickstoffdioxidwerte gesenkt, doch Methan – für ein Drittel der Ozonbildung verantwortlich – bleibt in der Landwirtschaft weitgehend unreguliert.
Quelle: www.spiegel.de



