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Nach Tod von Migranten: Mexiko kündigt Klagen gegen USA an

Nach dem Tod mehrerer mexikanischer Migranten bei Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE will Mexiko rechtliche Schritte einleiten. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, sind bisher drei Mexikaner bei Abschieberazzien und 14 weitere in Haftzentren ums Leben gekommen.

Nach Tod von Migranten: Mexiko kündigt Klagen gegen USA an
Bild: abendzeitung-muenchen.de

Nach dem Tod mehrerer mexikanischer Migranten bei Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE will Mexiko rechtliche Schritte einleiten. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, sind bisher drei Mexikaner bei Abschieberazzien und 14 weitere in Haftzentren ums Leben gekommen.

Außenminister Roberto Velasco sprach von einer „schmerzhaften Tragödie“ und kündigte an, dass Mexiko auf Anweisung von Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht nur diplomatisch, sondern auch juristisch vorgehen werde. Geplant sind Strafanzeigen bei den Staatsanwaltschaften der betroffenen US-Bundesstaaten sowie gegenüber dem US-Justizministerium.

Zusätzlich will Mexiko die privaten Unternehmen zivilrechtlich verklagen, die die ICE-Haftzentren betreiben. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 7. Juli in Houston, wo der Mexikaner Lorenzo Salgado Araujo bei einem ICE-Einsatz erschossen wurde. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums habe Salgado sich den Anweisungen widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschließend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen, woraufhin ein ICE-Beamter schoss.

Familienangehörige, Bürgerrechtsorganisationen und demokratische Politiker fordern eine unabhängige Untersuchung des Einsatzes. Mexiko will die Todesfälle nun auch juristisch aufarbeiten.

Quelle: Stadt München