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Schülerin findet 2.700 Jahre alten Kelten-Armreif in Büdingen

Die zwölfjährige Lilly Then hat in Büdingen einen Bronzearmreif aus der Keltenzeit entdeckt. Wie die FAZ berichtet, handelt es sich um einen rund 2.700 Jahre alten Schatz, der nun im Museum Keltenwelt am Glauberg ausgestellt wird.

Schülerin findet 2.700 Jahre alten Kelten-Armreif in Büdingen
Bild: media0.faz.net

Lilly Then war mit einer Freundin am Rand einer Wiese im Büdinger Stadtteil Aulendiebach unterwegs, als sie den am Boden liegenden Armreif entdeckte. Das zunächst schmutzige Stück nahm sie mit nach Hause und zeigte es ihrer Mutter. Über eine Bildersuche im Internet erkannte die Familie, dass es sich um einen keltischen Armreif handeln könnte.

Der massive Bronzering stammt aus der frühen Eisenzeit, genauer aus der Hallstattzeit, und war Teil einer eisenzeitlichen Tracht. Charakteristisch sind der runde Stabquerschnitt, die verdickten Enden und die feine Rippenverzierung. Marcus Coesfeld betonte, dass solche Schmuckstücke meist als Grabbeigaben überliefert seien – ein derart vollständiger Einzelfund sei selten und ein Glücksfall für die Keltenforschung.

Lilly Then nahm den Fund mit in die Schule, wo der geschichtsbegeisterte Schulleiter Tobias Stolte das Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg verständigte. Der Armreif wird zunächst im Tresor des Museums aufbewahrt und am 28. Juni zum Glauberg-Jubiläum ausgestellt. Vor 30 Jahren war dort die weltberühmte Statue des Keltenfürsten entdeckt worden. Langfristig könnte der Reif in die Sammlung des Museums in der Wetterau aufgenommen werden.

Quelle: www.faz.net