Di., 16 Juni 2026 Kyjiw 04:51Berlin 03:51London 02:51 UKR / DE / EN

Schleswig-Holstein verbietet PFAS in Wasserschutzgebieten

Schleswig-Holstein will als erstes Bundesland den Einsatz von PFAS-haltigen Pflanzenschutzmitteln in Wasserschutzgebieten verbieten. Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) hat eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht, wie der NDR berichtet.

Schleswig-Holstein verbietet PFAS in Wasserschutzgebieten
Bild: images.ndr.de

Die Verordnung soll gegen Ende des Sommers in Kraft treten. Zunächst haben Verbände sechs Wochen Zeit, die Regelung zu prüfen und Einwände vorzubringen. Goldschmidt betonte, die sogenannten Ewigkeitschemikalien seien im Norden mittlerweile überall nachzuweisen.

Konkret will der Minister 19 Pflanzenschutzmittel mit PFAS sofort verbieten, für die es bereits Alternativen gibt. Für acht weitere Stoffe ist eine Übergangsfrist bis 2035 vorgesehen. Das Verbot gilt für alle 38 Wasserschutzgebiete des Landes. Die betroffenen Ackerflächen machen nach Ministeriumsangaben 2,3 Prozent der Gesamtackerfläche aus.

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind schwer abbaubar und reichern sich in Umwelt, Nahrungskette und im Menschen an. Da das Trinkwasser in Schleswig-Holstein ausschließlich aus Grundwasser gewonnen wird, lassen sich PFAS bei der Aufbereitung laut Ministerium nicht mit verhältnismäßigem Aufwand entfernen.

Quelle: www.ndr.de