Wie der Tagesspiegel berichtet, starteten Vertreter der EU und der Ukraine am Abend in Luxemburg die Gespräche zum ersten Themenblock. Ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten bestätigte den Schritt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der erste Verhandlungsabschnitt umfasst unter anderem das Justizsystem, den Grundwerteschutz und die Sicherheit.
Die Ukraine muss dabei nachweisen, dass ihr Rechtssystem, Grenzschutz und Polizei den EU-Standards entsprechen. Der Schritt gilt nach einer zweijährigen Hängepartie als wichtiges Signal an das von Russland angegriffene Land, dass sich seine Reformanstrengungen lohnen. Reformen, etwa bei der Korruptionsbekämpfung, sind nötig.
Die formellen Beitrittsverhandlungen waren bereits im Juni 2024 eröffnet worden, doch Ungarn blockierte den ersten Verhandlungsabschnitt mit einem Veto. Erst nach der Abwahl des russlandnahen Regierungschefs Viktor Orbán im April kam Bewegung in den Prozess. Am späteren Abend sollten auch die Verhandlungen mit Moldau beginnen, das ebenfalls zwei Jahre auf den Start warten musste.
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