Die österreichische Kinderbuchautorin Renate Welsh, die im Dezember 89 Jahre alt wird, . und warum sie sich heute stärker auf das Schreiben für Erwachsene konzentriert. Welsh, deren bekanntestes Werk „Das Vamperl“ humorvoll die Absurditäten des Alltags aufgreift, reflektiert über die Veränderungen der Welt seit ihrer Kindheit.
Frage: Frau Welsh, wie viel hat die Welt Ihrer Kindheit mit der von heute gemeinsam?
Die Welt habe sich sehr gewandelt, sagt Welsh, aber nicht alle Menschen hätten sich mit diesem Wandel verändert. Die Mentalität des Mangels stecke noch in vielen: das Gefühl, etwas entbehrt zu haben, das sie gar nicht entbehrt hätten, und dass ihnen mehr zustünde, dass sie von Fremden oder Randgruppen ausgenutzt würden.
Frage: Ihre Kollegin Christine Nöstlinger sagte kurz vor ihrem Tod, sie verstehe die heutige Welt der Kinder und Jugendlichen nicht mehr. Geht es Ihnen ähnlich?
Dennoch betont sie die Bedeutung von Empathie und die politische Dimension von Literatur. Das Scheitern sei ein Teil des Lebens, den man nicht ausblenden dürfe.
Frage: Warum konzentrieren Sie sich zunehmend auf das Schreiben für Erwachsene?
Die Herangehensweise an verschiedene Zielgruppen unterscheide sich grundlegend, erklärt Welsh.
Frage: Was hat Ihnen geholfen, nach dem Schlaganfall wieder zu sprechen?
Frage: Welche Rolle spielt die Politik in Ihren Büchern?
Literatur sei immer politisch, betont Welsh.
Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Kinderliteratur?
Quelle: www.zeit.de



